![]() |
Eine Schule der Phantasie"Warum ist eigentlich nicht jeden Tag Schule der Phantasie und einmal in der Woche normale Schule?", Kursteilnehmerin, 8 Jahre
Initiator Prof. Rudolf Seitz (1934-2001), Präsident der Akademie der Bildenden Künste in München, wollte mit der Schule der Phantasie als Ergänzung zum schulischen Kunst- und Werkunterricht einen Raum schaffen, in dem Kinder ihre gestalterischen Fähigkeiten frei entfalten können. Nicht das Erlernen von Techniken sollte im Vordergrund stehen, sondern die Förderung der Originalität. Als stellvertretende Leiterin engagierte sich Trixi Haberlander, Kunsterzieherin und Malerin, mit ganzer Leidenschaft, die Idee der Kreativitätsförderung in das Schulleben zu integrieren. Die Kinder reagierten begeistert auf die neu gewonnenen Freiräume, in denen sie sich als Maler, Bildhauer, Schauspieler, Techniker und Erfinder betätigen konnten. Ab 1987 gab es nach dem Münchner Vorbild Neugründungen in Weimar, Salzburg, Zürich, Wien und weiteren Städten. Das Kinderatelier von Margarete Löwensprung
Bei manchen Eltern und Großeltern kostete es Überzeugungsarbeit, bis sie die Produkte der Kreativität und Phantasie ihrer Kinder nicht mehr mit vorgefertigten Bastelideen verglichen, sondern als das anerkannten, was sie darstellten: Ausdruck einer nicht verschulten, unzensierten und selbstbestimmten Tätigkeit. Projekte: Innovative Klang- und Musikwerkstatt für Kinder und Multiplikatoren. Mal- und Spielwerkstatt für Flüchtlingsfamilien. |